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So verhindern Sie Spam-Wellen auf cPanel- und Plesk-Servern

Spam kostet Zeit und birgt ein echtes Risiko. Wenn Sie cPanel oder Plesk betreiben, sind dies die Einstellungen, die den größten Teil davon schon auf dem Server stoppen.

Von Marcel

Aktualisiert am 22. Oktober 20263 Min. Lesezeit
Titelbild: Spam und cPanel

SpamAssassin und Spam-Filter einsetzen

Sowohl cPanel als auch Plesk unterstützen SpamAssassin (SA), integriert in den lokalen Mailserver (in Plesk ist es eine optionale Komponente). Ist es aktiviert, prüft SA alle eingehenden E-Mails und bewertet sie nach verschiedenen Kriterien.

Zum Beispiel: Enthält die E-Mail Bilder und keinen Text?

Überschreitet die Bewertung den zulässigen Schwellenwert, wird die E-Mail als Spam markiert oder gelöscht (je nach Ihren Einstellungen).

Beide Panels bieten außerdem weitere Filter, mit denen Sie E-Mails anhand von Schlüsselwörtern umleiten oder sogar löschen können.

Zum Beispiel das Wort «Viagra» in der Betreffzeile.

So aktivieren Sie SA in cPanelSo aktivieren Sie SA in Plesk (die Menünamen unterscheiden sich je nach Version)
1. Melden Sie sich in cPanel an und gehen Sie in den Bereich Mail. 2. Klicken Sie auf das Symbol SpamAssassin und aktivieren Sie es. 3. Beachten Sie die Optionen, Mail automatisch zu löschen oder verdächtigen Nachrichten automatisch ein Präfix voranzustellen. 4. Fügen Sie über die Global Mail Filters oder die Mail Filters bei Bedarf eine Filterung nach Schlüsselwörtern hinzu.1. Melden Sie sich in Plesk an. 2. Gehen Sie zu Ihrer Domain. 3. Öffnen Sie die Registerkarte Mail. 4. Gehen Sie zu der E-Mail-Adresse, die Sie filtern möchten. 5. Aktivieren Sie SpamAssassin (und beachten Sie, wie in cPanel, die Optionen zum Markieren oder Löschen).

Tipp Nutzen Sie die Schlüsselwörter, die SpamAssassin erzeugt und in die Kopfzeilen der Nachrichten schreibt, nicht nur Absender/Empfänger oder Wörter im Betreff.

DKIM- und SPF-Prüfungen aktivieren

Der sendende Server signiert jede Nachricht, und der empfangende Server prüft die Signatur gegen einen öffentlichen Schlüssel, der im DNS des Absenders veröffentlicht ist. So zeigt sich, ob die Nachricht wirklich von der Domain stammt, die sie angibt.

Eine fehlgeschlagene Prüfung erhöht die Spam-Bewertung oder löst die Richtlinie aus, die die sendende Domain per DMARC veröffentlicht (none, quarantine oder reject).

Signieren Sie die Mail, die Sie senden, damit andere Server sie annehmen, und prüfen Sie die Signaturen der Mail, die Sie empfangen. Veröffentlichen Sie dann einen DMARC-Eintrag für Ihre Domain, damit empfangende Server wissen, was mit Mail geschehen soll, die bei SPF und DKIM durchfällt.

Beide Panels dokumentieren die Schritte. Plesk hat eine eigene DKIM-Einstellung in den Mail-Einstellungen, und cPanel signiert ausgehende Mail mit DKIM und verwaltet die passenden DNS-Einträge unter Email Deliverability.

Wichtiger Hinweis Sowohl cPanel als auch Plesk unterstützen außerdem SPF (Sender Policy Framework), das die Server auflistet, die Mail für Ihre Domain senden dürfen. SPF, DKIM und DMARC arbeiten zusammen.

Catchall-E-Mail deaktivieren

Das Catch-all (oder Catchall), also das Standard-E-Mail-Konto der Domain, nimmt, wenn es aktiviert ist, alle Nachrichten an nicht existierende Konten auf einem Server an.

Spammer überschütten Websites mit Spam, ob sie eine Adresse kennen oder nicht.

Zum Beispiel ist sales@ eine typische Spam-Nachricht, die an alle Websites geschickt wird. Existiert sales@ nicht, aber ein Catchall, landet sie in diesem Postfach. Aktivieren Sie die Catchall-Adresse deshalb nie.

Auch wenn es für Absender nützlich sein kann, die sich bei der Adresse vertippt haben, lohnt es sich nicht. Stellen Sie die Adresse so ein, dass sie Nachrichten entweder stillschweigend verwirft (blackhole, discard) oder zurückweist (reject, bounce).

So legen Sie die Standardadresse in cPanel festSo legen Sie in Plesk die Mail für nicht existierende Benutzer fest (die Menünamen unterscheiden sich je nach Version)
1. Melden Sie sich in cPanel an. 2. Klicken Sie auf das Symbol Default Address. 3. Wählen Sie Discard unter den erweiterten Optionen. 4. cPanel zeigt hier einen Warnhinweis. Verwerfen ist für die meisten Domains die sicherste Option. Beachten Sie, dass Zurückweisen (bounce) ein Backscatter-Problem erzeugen kann, daher ist Blackholing die beste Option.1. Melden Sie sich in Plesk an. 2. Gehen Sie zu Ihrer Domain. 3. Öffnen Sie die Registerkarte Mail. 4. Klicken Sie auf Mail for Non-Existent Users. 5. Stellen Sie sicher, dass «reject» als Standard aktiviert ist. (Plesk bietet hier reject an, die zweitbeste Option.)

EuroVPS gegen Spam

Statt Spam aufzuräumen, lassen Sie sich von EuroVPS helfen. Unser Support-Team kann all das für Sie in einem Managed-Paket einrichten. Wenn Sie etwas mehr über unseren Umgang mit Spam erfahren möchten, lesen Sie unsere Richtlinie zu Spam und Blacklisting im FAQ-Bereich.

Aus dem Blog-Archiv von EuroVPS, erstmals veröffentlicht am 28. Juni 2017.

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